Fly Me to the Moon

Dieser Artikel wurde bereits am 18.12.2008 auf videoregister.de veröffentlicht.

„Fly Me to the Moon“ ist nicht nur der Titel eines herzerwärmenden Sinatra-Songs, sondern auch der eines belgischen Animationsstreifen, der heute [also am 18.12.2008] in die deutschen Kinos gekommen ist und mit eben diesem Lied anfängt. Der Film ist der erste ausschließlich für die 3D-Veröffentlichung konzipierte Spielfilm. Er startet zwar nicht flächendeckend, aber doch an so einigen Orten, nämlich:


Berlin (CineStar IMAX)         Bremen (Cinespace)

Dettelbach (Cineworld)         Dresden (Cinemagnum)

Düsseldorf (Atelier Kino)       Frankfurt am Main (Berger Kino)

Hof (Central-Kino)                Karlsruhe (Schauburg)

Köln (Cinedom)                   Mönchengladbach (Cine Center)

Neu-Ulm (Dietrich-Theater)   Schrobenhausen (CinePark)

und Stuttgart (Metropol).


Der Film spielt im Jahre 1969 und dreht sich um die Mondlandung – allerdings aus der Sicht einiger jugendlicher Stubenfliegen. Protagonist Nat ist der Enkel eines berühmten Flugpioniers und möchte seinem Großvater nacheifern, indem er bei der Apollo 11-Mission mitfliegt. Zum Entsetzen ihrer Mütter aber zum Entzücken von Großvater Stubenfliege und den kleinen Maden macht der Abenteurer sich mit seinen Kumpels, dem cleveren IQ und dem gefräßigen Scooter, auf, um dahin zu fliegen, wo noch nie eine Fliege zuvor gewesen ist.

Der Kalte Krieg tobt jedoch auch zwischen den Insekten und so ist es nicht verwunderlich, dass die kommunistischen Fliegen einen (nicht sehr fähigen) Saboteurtrupp geschickt haben, um die sichere Landung der erfolgreichen Astronauten zu verhindern. Glücklicherweise reist Nadja, die alte Flamme von Nats Großvater, die jetzt zum Stab des bösartigen, russischen Fliegengenerals gehört, nach Amerika und warnt die amerikanischen Fliegen vor der drohenden Gefahr. Selbstverständlich müssen die feindlichen Agenten, die Cape Caneveral infiltriert haben, aufgehalten werden. So erleben auch die auf der Erde Gebliebenen ein kleines Abenteuer.




Die Geschichte ist arg simpel gestrickt - selbst von Filmen für ein sehr junges Publikum ist man da mehr Anspruch gewohnt - und die Charaktere ziemlich klischeehaft, aber für Kinder dürfte der leichte Mix aus Humor und Dramatik genau das Richtige sein. Abgesehen von ein paar harmlosen Rülps- und Furzwitzen geht es sehr gesittet zu, also nichts an was sich Eltern stören müssten, wenn sie mit ihrem Nachwuchs ins Kino gehen wollen. Und es ist sicher für jeden ein Erlebnis, wenn eine Saturn V-Rakete majestätisch an einem vorbei schwebt oder wenn die drei Freunde zu einem Weltraumwalzer durch die Schwerelosigkeit tanzen. Einige Kamerafahrten erinnern an 3D-Attraktionen aus Vergnügungsparks. Und nach dem obligatorischen Happy End kommt auch nochmal das Lied von Sinatra in einer Cover Version, die garantiert, dass man mit einem guten Gefühl aus dem Kinosaal geht.


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